Die Ludgerikirche in Ahlen entstand in den 1950-er Jahren nach Entwürfen des Architekten Hans Ostermann aus Münster. Die Kirche wurde 1960 geweiht.

Die Aufgabe bestand darin, alle von der Gemeinde pfarrlich genutzen Flächen in das Bauwerk zu integrieren und den Kirchenraum lithurgisch umzugestalten. In der Seitenkapelle mit der darüber liegenden Orgel- und Chorempore sollten die Räume des Pfarrheims Platz finden. Dazu musste die Sakristei aus diesem Bereich in den Hauptkirchenraum umziehen.

Für die Kirche schlugen wir vor, die Sakristei als ein Möbel in den rückwärtigen Bereich des Raumes zu platzieren mit einer Fläche für Chor und Orgel auf der Sakristei. Die ehemaligen Beichtstühle durften überplant werden, so dass hierdurch Platz für den neuen Eingang in der Mittelachse quer zum Hauptschiff  entstand. Der zweite Beichtstuhlerker gegenüber wurde zur Sakramentskapelle mit dem Tabernakel, der nun wieder frei steht, nachdem er lange Zeit im Mosaik hinter dem Altar eingebaut war. Der Nebeneingang für den Pfarrer wurde eine Kapelle zur Marienverehrung. Zwischen dem Alten und neuen Eingang ergänzten wir außen einen gläsernen Anbau als Kontaktbüro um für Beichtgespräche in einem Nebenraum. Die Altarinsel wurde auf eine Stufe und in der Breite reduziert, so dass nun ein Circumstantes möglich ist. Zahlreiche lithurgische Gegenstände durften wir erneuern aufarbeiten und neue Gegenstände ergänzen wie den Ambo oder die Priester und Ministrantensitze.

Zur barrierefreien Erschließung erheilt die ehemalige Alltagskirche als künftiges Pfarrheim einen Trepphausanbau mit Fahrstuhl. Die Gruppenräume sind zum Teil in die Kirche orientiert. Hier konnten in den Fenstern die Bleiverglasungen der Ludgerusbilder wieder verwendet werden.