Über die Geschichte des Torhauses des Schloss Oberwerries an der Lippe in Hamm ist andernorts umfangreich publiziert worden, so dass hier lediglich die Jahreszahl der Errichtung 1667 erwähnt sei soll. Baulich von Bedeutung sind verschiedene Umbauten und Renovierungen in den folgenden Jahren bis heute, die am steinsichtigen Mauerwerk des Hauses, im Inneren und im Dachstuhl zu erkennen sind.

Das Torhaus ist ein dreiseitig freistehendes Langhaus auf der Vorburg des Schlosses und überspannt die Einfahrt über der äußeren Gräfte. Derzeit ist der vom Schlosshof gesehen rechte Teil vom Museum und Archiv des Westfälischen Turnerbundes genutzt. Das übrige Gebäude stand nach Aufgabe der Gastronomie im Erdgeschoss und der Wohnung im Obergeschoss leer.

Die Aufgabe lautete, in den Räumen des Hauses eine Herberge mit 5 Zimmern für Fahrradtouristen auf der Römer-Lippe-Route und auch andere Gäste als Erweiterung der Zimmer im Schloss zu realisieren.

Die historischen Oberflächen wurden größtenteils wieder freigelegt. So ist im Erdgeschoss der Putz in seiner vorgefundenen Farbigkeit erhalten geblieben und nur der beschädigte Sockelbereich mit einem  naturfarbenen Kalkfeinputz erneuert worden. Wo die historischen Böden defekt waren wurden neue Eichendielenböden verlegt. Der Kamin im Eingangsbereich wurde restauratorisch gesäubert. Der Raum dient künftig als Frühstückszimmer.