Das beidseitig verputzte Natursteinmauerwerk der Ludgeruskirche in Albersloh zeigte inne wie außen starke Schäden infolge Durchfeuchtung und Aussalzung. Die Verwendung dampfdichter, sperrender Beschichtungen und Anstrich unterstützten die fortschreitende Zerstörung der Bausubstanz.

Wir rieten in Abstimmung mit dem Westfalischen Landesamt für Denkmalpflege zu einem Austausch des Sockelputzes bis zur Unterkante der Maßwerkfenster in ca. 2 m Höhe über dem Gelände, da der Putz bis in diese Höhe schadhaft war. Nach Beseitigung des Putzes stellte sich heraus, dass auch das Mauerwerk Schaden genommen hatte bzw. die Verfugung nicht mehr vorhanden war oder infolge fehlerhafter früherer Sanierungen seitdem fehlte. Ein Insektenbefall im Mörtel hatte den Verfall weiter begünstigt. Nach Erneuerung der Verfugung wurde ein neuer Kalkputzmörtel nach vorgegebener Rezeptur als Baustellenmörtel aufgetragen. Zwischen den Arbeitsgängen wurde auf ausreichende Trocknungszeit von mehreren Monaten geachtet. Der Putz wurde anschließend zusammen mit der übrigen Fassade mit einem mineralischen Anstrich neu gestrichen.