Die Qualität der Zeilenbebauung in der näheren Umgebung liegt heute in den großen Freiräumen und den inzwischen großen Bäumen.  Wir schlugen daher einen winkelförmigen Baukörper vor, der die Richtung der Zeilen aufnimmt und rechtwinklig zu den Häusern an der Pommernschleife orientiert ist.

Durch den s-förmigen Baukörper entstehen zwei unterschiedliche Freiräume im Nahbereich des Hauses. Der eine liegt gen Westen an der Pommernschleife und ist formal mit zwei Baumreihen und einer Wasserfläche gefasst. Er markiert den Eingang zum Wohngebäude. Der zweite Freiraum ist nach Osten ausgerichtet und kann ein privater Sinnesgarten für die Bewohner sein.

Der Neubau wird durch die gruppierten Wohnungen und deren Balkone gegliedert. Den Kern der Erschließung bildet das mittlere Treppenhaus mit Fahrstuhl mit einer bewussten Erweiterung in Richtung Sinnesgarten als Einladung an die Bewohner. Im Erdgeschoss befinden sich folglich ein foyerartiger Eingangsbereich sowie der Gemeinschaftsraum.

Die bewusst großen Balkone bringen Licht in die Wohnungen und bieten Platz auch für kleinere Kaffeetafeln. Durch die Gruppierung entsteht ein Wechsel von offenen und ruhigen, geschlossenen Wandflächen und damit eine unspektakuläre Architektur.

Das Gebäude nimmt 31 altengerechte, barrierereie Ein- und Zweipersonenwohnungen auf und wurde im Rahmen des geförderten Wohnungsbau realisiert. Die Baukosten für die KG 300 und 400 betrugen 1.200 €/qm Wohnfläche brutto.